Hydrothermale Carbonisierung (HTC) bedeutet wässrige Verkohlung bei erhöhter Temperatur. Es ist ein chemisches Verfahren zur einfachen und hocheffizienten Herstellung von kohleartigen Produkten aus Abfall-Biomasse,  das exotherm abläuft.

Das Verkohlen von Pflanzenmaterial ist altbekannt. Schon der Urmensch stellte Birkenpech durch Verkohlung von Birkenrinde her. Nobelpreisträger Friedrich Bergius beschrieb 1913 die hydrothermale Behandlung von Pflanzenmaterial. Prof. Dr. Markus Antonietti, Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam, entwickelte ein Verfahren, welches den Prozess der Inkohlung (der Braunkohle-Entstehung), der in der Natur in 50 000 bis 50 Millionen Jahre benötigt, innerhalb weniger Stunden technisch nachahmt. Das Verfahren kann hinsichtlich der aktuellen Diskussionen um Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine herausragende Bedeutung erlangen.

   
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